rt-go: Mi 2011-03-09

Pont du Gard
Ardèche

Am nächsten Morgen statten wir zunächst Villeneuve eine kurze Visite ab.

Das ist der Ort auf der anderen Seite der Rhone.
Hier haben sich die Päpste eine weitere Burg erbauen lassen,
weil es ihnen in der Stadt (Avignon) zeitweise zu sehr gestunken hat.
Es ist nicht zwingend sehenswert, aber es liegt ja auf dem Weg.

Der “Pont du Gard” ist das wohl berühmteste Aquädukt aus der Römerzeit.

Auf einer etwa 20 m hohen Brücke über den Gardon steht eine weitere,
insgesamt 49 m hohe Brücke, die als Wasserleitung fungierte.

Vor 46 Jahren konnte man noch ganz oben über die Brücke laufen.

Entweder in dem 1,20 m breiten und 1,80 m hohen Wasserkanal,
oder auf dem breiten Rand, was ich damals auch gemacht habe.
Heute ist der Zugang gesperrt.

Blick von weit oben in das Tal des Gordon ...

.. und auf den Pont du Gard.

Über die 20 m hohe Straßenbrücke kann man natürlich nach wie vor laufen.

Jedenfalls, wenn einen die Touristen durch lassen.

So haben die Römer für den nötigen Verbund der Steine gesorgt.

Google Maps zeigt's von oben:


Größere Kartenansicht

Heute pumpt man Trinkwasser in Hochbehälter
und lässt es dann mit entsprechendem Druck
durch die Wasserleitungen in den Städten und Ortschaften
bis da hin fliesen, wo es gebraucht wird.

Früher hatte man weder Pumpen noch Druckleitungen.

Deshalb hat man das Wasser von den Quellen der Eure bei Uzès
durch Wasserrinnen und über Aquädukte fast 50 km weit mit
insgesamt nur 12 m Gefälle (=0,024%) bis nach Nîmes geführt.


 

Auf dem Weg nach Norden.

Weil wir auf unserer bisherigen Rundreise schneller als erwartet
voran gekommen waren, wollten wir auf dem Rückweg in den Norden
einen Abstecher an die Ardèche machen.

Unterwegs, in einem Ort, dessen Name man zu Recht vergessen darf,
haben wir wieder mal ein besonderes Erlebnis:

Wir wollen etwas trinken und nehmen deshalb in dieser Bar Platz.
Weil aber nach geraumer Zeit immer noch keine Bedienung gekommen ist,
gehen wir halt wieder.

Kein Problem, denn nebenan ist ja das nächste Restaurant,
das kaum Besucher und deshalb noch viel Platz hat.
Aber das nützt gar nichts.
Denn die Bedienung, die sofort kommt, erklärt uns,
dass dies ein Speise-Restaurant sei und wir deshalb hier nichts trinken könnten.

Es gibt eben
- in Frankreich sowieso -
Dinge,
die man niemandem erklären kann.

Bei so viel Gastfreundlichkeit sind wir sprachlos und fahren gerne weiter.

Auf der D290 wird man zwischen
Pont-Saint-Esprit und Vallon-Pont-d'Arc
von Aussichtspunkt zu Ausssichtspunkt geführt.

Neu (für uns) sind die durch große Steine unbefahrbar gemachten Randstreifen.
Vermutlich soll dadurch verhindert werden, dass dort Wohnmobile abgestellt werden.
Aber, ob das den gewünschten Erfolg bringt, darf bezweifelt werden.
Dadurch werden doch die wenigen Parkplätze
an den Aussichtspunkten mit Sicherheit überlastet.
Und ich bin sicher, dass dann eben auf der Straße gehalten wird.
Nur gut, dass wir hier in der Saison sicher nicht hin kommen.

Die Ausblicke sind immer wieder schön, ...

... obwohl die Sicht nicht gerade optimal ist.

Die besten Blätter sind immer die ganz außen.

Starke Kontraste.

Die “Pont d'Arc” vom üblichen Aussichtspunkt ...

und von der “Rückseite”.

 

In einem ganz normalen Ort, wo Touristen bedient werden
und sogar die Katzen kontaktfreudig sind.

Irgendwo auf dem Weg nach Aubenas.

In dem kleinen Ort Lavilledieu kurz vor Aubenas finden wir zufällig das
Logis de France “Les Persedes” mit zwei (2009 verliehenen) Sternen.

Logis de France” bedeutet nach meinen langjährigen Erfahrungen,
dass man hier zwar kein Schnäppchen machen kann,
aber zu einem angemessenen Preis
ein anständiges Quartier
und eine ordentliche Verpflegung bekommt.

Deshalb beschließen wir, dort zu übernachten.

Trotzdem fahren wir aber abends noch nach Aubenas,
um uns die Stadt an zu sehen und dort etwas zu essen.

Das Hotel de Ville in Aubenas.

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Do 2011-03-10 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

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