rt-go: Di 2011-03-08

Les Baux-de-Provence
Avignon

Les Baux-de-Provence (B) ist angeblich eines der schönsten Dörfer Frankreichs.
Das “Baux” hat aber trotzdem nichts mit beau (de: schön) zu tun,
sondern stammt vom Bauxit, das man früher hier abgebaut hat.
Bauxit ist ein Erz, aus dem man Aluminium gewinnt.

Google Maps zeigt's von oben:


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In dem malerischen Dörfchen,
mit mehr Parkplätzen vor dem Ort
als Einwohnern (~370) im Ort,
bereitet man die nächste Saison vor.

Das Pflaster muss den Touristenscharen widerstehen.

So idyllisch sieht es nur ohne die Touristen aus.
Aber ganz ohne die, würde der Ort,
dessen Besiedlungs-Spuren auf ~6.000 v. Chr.,
also in die Bronzezeit zurück reichen,
wahrscheinlich verfallen,

Wirklich interessant ist vor allem
die gewaltige Burgruine
oberhalb des Dorfes.

Die weitläufige Ruine des “Château des Baux”.

Blick auf das schöne Dorf ...

... und in die Umgebung im Süden.

Blick vom östlichen Turm nach Westen ...

... und auf das Dorf.

Die Treppen sind schon etwas ausgetreten.

Über sie erreicht man den westlichen Turm.

Blick nach Westen ...

... und nach Osten.

Blick nach Süden.

Die alte Treppe von oben.

Strafe muss sein!
Natürlich.
Aber wofür?

 

Die Reste einer Windmühle.
Man hatte hier zwei gebaut,
weil hier oben immer der Wind weht.

Ein Katapult mit einer Reichweite von 500 m.
Mit ähnlichem Gerät wurde auch diese Burg platt gemacht.

In der kleinen Kirche im Ort.

Zuzug ist möglich.
Auf dem Friedhof sind noch Plätze frei.

Auf dem Weg nach Avignon (E) haben wir Châteaurenard (D)
(de: Fuchsschloss) einen sehr kurzen Besuch abgestattet
und sind dann gleich weiter gefahren.

In Avignon haben wir das Ibis am Bahnhof als Quartier gewählt.
Es hat einen Parkplatz gleich dabei und liegt am Ende der Straße,
an der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen.

Der Blick aus dem Fenster war zwar weniger erquicklich,
aber dank der 5-fachen Verglasung
war von den Zügen absolut nichts zu hören.

Google Maps zeigt's von oben:


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Durch das südliche Tor am Bahnhof ...

... kommt man schnell zum “Place d'Horloge” (de: Uhrenplatz) ...

... und an den Papstpalästen vorbei zur berühmten “Pont d'Avignon”,
die offiziell “Pont Saint-Bénezet” heißt.
Bei meinem ersten Besuch vor 46 Jahren,
konnte man da noch völlig frei und unbehelligt auf die Brücke.
Bei meinem vorletzten Besuch vor 11 Jahren,
wurde für den Zugang schon Bares verlangt.
Jetzt war der Zutritt noch etwas komplizierter und kostete 5,50 €.
Dafür hätte man dann aber auch ein kleines Museum besuchen dürfen,
das offensichtlich nicht nur uns nicht interessierte.
Und Außerdem gab es einen “Audioguide” mit 9 Sprachen zur Wahl.
Auf den habe ich aber gleich verzichtet,
weil ich geschwätzige Damen nun mal nicht mag.

Platz wäre genug gewesen und der Text zu dem berühmten Lied:
Sur le pont d’Avignon” war auch auf einer Tafel zu lesen.
Aber der äußerst dünne “Sound” aus dem Audioguide,
dem meine Frau lauschte,
hielt uns doch von einem Tänzchen ab.
Und außerdem war niemand da,
der das Event auf Video fest halten gekonnt hätte.

Der Blick nach Süden zu den Papst-Palästen.

Die Papst-Paläste.

Junge Rapper auf dem großen Platz.

Den (öden) Besuch der Papstpaläste haben wir uns erspart.
Wenn es noch etwas früher gewesen wäre,
hätten wir vielleicht dem Garten einen Besuch abgestattet.
Dort liegt, wie sich das gehört, ein Papst neben seiner Frau begraben.

Aber zu der Zeit wollten wir lieber noch einen kleinen
Stadtbummel machen und dann zum Hotel zurück kehren.

Unterwegs in einer kleinen Seitenstraße
rief meine Frau plötzlich hinter mir: “Hier lang!”
Ich machte deshalb auf der Stelle kehrt und wollte ihr dann nach Halblinks folgen.
Wegen der abrupten Links-Drehung hatte ich nicht gesehen,
dass ich genau vor einem etwa 30 cm hohen Stein stand,
der verhindern sollte, dass die Autos dort lang fahren.
Nun verhinderte er aber, dass ich dort lang ging.
D. h., während der Oberkörper sich schon in die gewünschte Richtung bewegte,
blieben die Füße gezwungener Maßen an der gleichen Stelle
und ich fiel der Länge nach auf die Straße.

Zum Glück konnte ich den Sturz mit den Armen abfangen
und so den Aufschlag mildern.

Beim Kontakt des Kopfes mit dem Asphalt hat es meine Brille etwas verbogen,
die mir zum Dank ein blaues Auge verpasst hat.
Die linke Hand und die Armbanduhr erlitten leichte Schleifspuren,
blieben ansonsten aber intakt.
Die Kamera, die ich immer in der Hemdtasche trage,
erhielt einen heftigen Stoß und erlitt ebenfalls einige Schleifspuren.
Nun sieht sie zwar leicht ramponiert aus,
aber die Störung, die sie durch den Sturm am Strand erlitten hatte,
war plötzlich beseitigt.

So hat alles seine zwei Seiten.

Danach beschlossen wir im Hotel,
einige lebenserhaltende Sofortmaßnahmen zu ergreifen.
Sie haben sofort geholfen.

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Mi 2011-03-09 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

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