rt-go: Mo 2011-03-07

Mittelmeer
Port-Saint-Louis-du-Rhône + Plage Napoleon
Salin-de-Giraud + Plage
Camargue
Arles

Auf dem Weg von Aix zur Rhone-Mündung
wollten wir so schnell wie möglich ans Meer,
um etwas mehr davon zu sehen.

Aber riesige Bootshäfen und ...

... mondäne Orte mit Casino haben uns nicht interessiert.

Wir wollten Landschaft genießen.

Aber bei Martigues war's damit schon vorbei.

Industrie ohne Ende.

In Port-Saint-Louis-du-Rhône wollten wir eventuell etwas länger verweilen,
haben dann aber doch lieber darauf verzichtet
und sind gleich zum “Plage Napoleon” (B) weiter gefahren.

Unterwegs haben wir einige Flamingos gesehen.

Am Strand war heftiger Wind.
Für den Kite-Surfer war das sicher schön.
Für uns dagegen richtig unangenehm.

Und das Meer hatte richtig hohe Wellen.

Der Ausblick war auch nicht gerade berauschend.

Also haben wir der “Napoleonischen Plage” den Rücken gekehrt,
sind an der Rhone entlang zurück gefahren
und haben mit der Fähre über gesetzt.

Auf der anderen, rechten Rhone-Seite haben wir dann erst mal die Saline besichtigt.

In große flache Becken lässt man wiederholt Meerwasser ein und verdunsten.
Das Meersalz lagert sich am Boden ab und wird schließlich zusammen geschoben.

Hier ist ein ganzer Berg zusammen geschoben.
Von da wird das Salz über lange Förderbänder
zu der Fabrik (links hinten) transportiert.
Dort wird es gereinigt, abgepackt und in den Handel gebracht.

Am Strand (C) weht inzwischen ein richtiger Sturm,
der mit dem aufgewirbelten Sand meine Kamera etwas lädiert.
Die vordere Schutzabdeckung schließt nicht mehr richtig
und das Objektiv streikt manchmal, wenn ich es auf Tele stellen will.

Weil es hier bei dem kalten Sturm nicht gerade gemütlich ist,
treten wir den Rückzug an.

Hier wird abgeflämmt.
Obwohl das unsinnig ist und im Naturschutzgebiet garantiert verboten.
Die Durchfahrt mit dem Auto ist auch etwas gewagt,
aber nicht zu vermeiden.

Die Camarge ist gar nicht so eintönig wie man vielleicht vermuten könnte.

 

 

 

Hier hatte ich eine “Begegnung der dritten Art”.

Am Straßenrand stand ein französisches Auto und ein kleiner,
älterer Fotograf mit einer schweren Spiegelreflexkamera
und einem gewaltigem Zoom-Objektiv war dabei,
die Pferde zu fotografieren.

Weil ich ebenfalls diese Pferde fotografieren wollte,
hielt ich etwa 50 m dahinter am Straßenrand an
und wäre im Rahmen meiner sprachlichen Möglichkeiten
durchaus zu einem “Fachgespräch” unter Kollegen bereit gewesen.

Aber, als ich nun aus stieg, kam der Fotograf mit seinem Auto an gerauscht,
hielt kurz hinter mir, sprang aus dem Auto
und schrie mich (natürlich auf Französisch) an:
“Hau ab nach Deutschland!”.

Das hatte ich zwar sowieso vor,
weil ich aber vorher noch ein paar Bilder von den Pferden machen wollte,
bin ich einfach an ihm vorbei gegangen.
Es kann durchaus sein, dass ich dabei den Kopf geschüttelt habe.

Als ich nun meine Bilder machen wollte,
ist der wie “Rumpelstilzchen” vor mir auf und ab
und hin und her gehüpft, um dies zu verhindern.

Weil ich aber auch am ausgestreckten Arm fotografieren kann,
konnte er das natürlich nicht verhindern und hat mich nur amüsiert.

Als ich dann wieder in Richtung meines Autos gegangen bin,
ist er schnell in seins gesprungen und etwa 100 Meter vor gefahren,
um dort zu halten und zu warten.

Als ich los gefahren bin,
ist er auch los und weit vor mir gefahren.
Einen knappen Kilometer weiter ist der dann
rechts zu einem Gehöft ab gebogen und verschwunden.

Wir haben uns natürlich gefragt, was der Spuk sollte,
aber keine auch nur halbwegs vernünftige Erklärung gefunden.

Es gibt eben
- in Frankreich sowieso -
Dinge,
die man niemandem erklären kann.

 

Flamingos und Pferde hatten wir, da haben nur noch die Stiere gefehlt.

Keine Bange, so wie ich ihn, hat er mich sicher nicht gesehen.
Der Ausschnitt aus der Teleaufnahme entspricht etwa 560 mm Brennweite.
Das heißt, der war beruhigend weit weg.

Und dann hat er sich getrollt.

Auf dem Weg nach Arles.

Endlich mal ein erfreuliches Schild.

Die Rhone.

Ein idyllisches Plätzchen.

Arles (D) ist vor allem durch seine Arena bekannt.

Wie gewaltig dieses Bauwerk ist, kann man gar nicht sehen.
Auch die Maße: Durchmesser längs 140 m, quer 103 m, sagen wenig.
Im 17. und 18. Jh. war darin ein ganzes Stadtviertel.
Bevor die Arena um 1830 ausgeräumt wurde,
befanden sich darin 212 Häuser und zwei Kirchen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Arles

Von einem der Türme der Arena hat man einen schönen Ausblick über die Stadt.

17 Uhr und 52 Sekunden.
Die Schule ist aus.

Ausblick von den Resten des Theaters.

Mut zur Farbe.

Durch Zufall geraten wir auf den Platz,
der durch das “Café le Soir” (Cafe am Abend) von Van Gogh
berühmt wurde.

Wir haben es allerdings wie Van Gogh gemacht
und uns ins Nachbarcafe davor gesetzt,
weil man ja nur von dort
den gleichen Blick auf das Cafe hat.

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Di 2011-03-08 

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