rt-go: Sa 2011-03-05

Abbaye de Senanque
Fontaine de Vaucluse
Gordes
Roussillon

 

Von unserem Übernachtungsort geht's erst mal zurück nach Gordes.

Dabei kommen wir an einem markierten Aussichtspunkt vorbei,
den man nicht verpassen darf,
weil man hier wirklich den schönsten Blick auf Gordes hat.

Gleich daneben steht ein fast originalgetreu nach gebautes Borie.
Nur “fast”, weil sich darin eine Mobilfunkstation befindet.

Der Antennenmast steht direkt dahinter und ist erstklassig getarnt.

Auf dem Weg zum ersten Ziel des Tages.

Die “Abbye de Sénanque” (B).

Wir treffen sogar einen Mönch auf dem Weg zur Andacht,
der uns einen guten Tag wünscht.

Früher (vor 11 Jahren) durfte man für einen bescheidenen Eintritt
das Kloster einzeln besichtigen und hatte bald alles Sehenswerte gesehen.
Aber diese schönen Zeiten sind leider vorbei.

Heute muss man für schlappe 7 € an einer einstündigen Führung teil nehmen
und sich auf Französisch an hören,
was man viel bequemer und schneller in der eigenen Sprache
der Informationsschrift entnehmen kann.
Aber irgendwie muss man ja die 7 € Eintritt rechtfertigen.

Allerdings endet die Führung,
weil die Besichtigung des Leichentuches
derzeit leider entfallen muss,
ohne Rabatt auf den Eintrittspreis schon nach 45 Minuten.

Wie gut, dass ich es vor 11 Jahren schon besichtigt hatte.

Eines der 15 Original-Leichentücher Jesu.
Zum Beweis kann man rechts sein Foto sehen.

In der Ausstellung ist eine Übersicht über andere Klöster.
Man beachte vor alles das etwas rechts von der Mitte gelegene.

Ein Modell der Abtei im heutigen Zustand.

Ein sehr praktischer Maßstab für Maurer.
Was soll der mit einem “Zollstock”, wenn er nur fünf Maße braucht.

Blick in den Kreuzgang.

Am Ein- und Ausgang blüht das Geschäft.
Allerdings hat man sich von Devotionalien
auf Postkarten und diverse Lavendel-Produkte um gestellt.
Die Herrgöttchen in massiv Plastik waren wohl doch nicht so der Renner.

Ein Ausblick auf die imposante Umgebung.

In Fontaine-de-Vaucluse (C).

An der Sorgue, die schon wenige Meter nach der Quelle ein richtiger Fluss ist.

Auch wenn man es gern bezweifeln mag,
so abartig grün sieht es hier wirklich aus.
Allerdings nur im Wasser.

Die Hauptsehenswürdigkeit des Ortes ist die Quelle der Sorgue
am Fuße einer 230 Meter hohen Felswand.
Dass sie so unscheinbar aus sieht und das Wasser völlig ruhig da liegt,
hat einen einfachen Grund:
Der “Topf” ist gut 300 Meter tief
und das Wasser fliest schon in der Tiefe durch das lose Gestein seitlich weg.
Zu Zeiten der Schneeschmelze wird die Sorge
mit bis zu 22 m³ Wasser pro Sekunde gespeist.

Da wundert es dann doch nicht, dass es gleich darauf schon heftig fließt.

Hier fließt es nicht ganz so heftig, aber mindestens genau so schön.

In Gordes (D) gibt es lauschige Plätzchen.
Jedenfalls wenn keine Touristen da sind.

Die Aussicht von oben.

Um den Ort herum gibt es Wege zum “Kraxeln”.

Eine übliche Gartenmauer in Gordes.

Zum Abschied noch ein Blick von unten.

Roussillon (E) soll eines der schönsten Dörfer Frankreichs sein.
Ich möchte dem nicht widersprechen, würde aber auch keinen Cent darauf wetten.

Roussillon liegt am Rand von Ockerbrüchen.

Dieses “Haus” ist sogar komplett in den Ocker hinein gebaut
bzw. aus diesem heraus gegraben.

Das ganze Dorf liegt auf einem gewaltigen Ocker-Block.

In die Brüche darf man hinein.
Und das, wenn man keine Führung will,
sogar jederzeit für nur 2,50 €.

 

Der beeindruckendste Bereich ist schnell erreicht ...

... und bietet fantastische Ausblicke.

Warum man dann aber zur Rückkehr
auf einem öden Waldweg verleitet wird,
ist völlig unverständlich.

Immerhin kommt man dann noch einmal an den interessantesten Punkt zurück.

Beim Vergleich der Bilder mit solchen von vor 11 Jahren
konnte ich keine Veränderung der Formationen erkennen.

Obwohl der Ocker beim Anfassen wie loser Puder erscheint,
widersteht er offenbar gut der Erosion.

Ursprünglich hatte ich in Erwägung gezogen ...

... in diesem schönen Dorf eventuell zu übernachten.

Aber bei dem einzigen Hotel, das geöffnet hatte,
konnte ich schon draußen erkennen,
dass es ausgebucht sein musste
und Fragen deshalb zwecklos wäre.

Deshalb kehren wir zum Parkplatz zurück
und fahren in Richtung Süden weiter.

Weil die Entfernungen nicht sehr groß sind,
kommen wir sogar noch bis Aix-en-Provence (F).

Alles zusammen genommen haben wir
an diesem Tag zwar sehr viel gesehen,
aber trotzdem nur 120 km zurück gelegt.

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So 2011-03-06 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

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