rt-go: 2008-09-07

Budapest

Budapest ⇔ Szentendre

~ 33 km  ~71 Hm


Die Route kann man als
Budapest-Szentendre.gpx
+
Budapest-Szentendre.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.

 
Weil für diesen Sonntag noch schönes Wetter angesagt war,
nutzten wir das für eine Tour an der Donau entlang nach Szentendre.

Der Radweg macht einen brauchbaren Eindruck.

Auch wenn er stellenweise beschädigt ist.

Dann führt er sogar breit asphaltiert
und mit Beleuchtung auf dem Damm entlang.

Die Stadtgrenze ist erreicht.

Platz da! Wir kommen.

Hier entdecken wir ein sehr neues Schild,
Das besagt, dass wir uns nun auf der
»EuroVelo Route 6« befinden.

Boh, äh!

Da muss ich doch mal offizielle Infos zitieren:

EuroVelo Route 6  »Atlantic – Schwarzes Meer«

Auf 2'400 Kilometern verbindet die EuroVelo Route 6 Nantes an der französischen Atlantikküste mit Budapest an der Donau und führt später weiter bis ans Schwarze Meer.

Quelle:
Deutsches Institut für Urbanistik GmbH
- Im Auftrag des BMVBS

Und an anderer Stelle kann man lesen:

Die Radrouten sind für jeden Radlertyp geeignet - für sportlich Ambitionierte genauso wie für Familien mit Kindern.

Quelle:
EuroVelo 6

So viel vom offiziellen Blabla mag genügen.

Und nun die Realität.

Hier geht's zwar etwas schmal,
aber sehr idyllisch durch den Wald.

Hier kann man sehr schön sehen, dass das Schild ganz neu ist.

Der Weg dagegen scheint schon
etwas länger in Gebrauch zu sein.

Wir sind nicht etwa auf Abwege geraten,
sondern befinden uns immer noch auf der
»EuroVelo Route 6«
und sammeln tiefgründige Erfahrungen.

Nun wird's erst richtig idyllisch.
Leider konnte ich es nicht im Bild fest halten.
Im finstersten Waldstück führt der Weg
 mit bis zu 25 Grad seitlicher Neigung und
ganz groben Spurrillen durch.

Da hatten sogar Zweiradfahrer zu kämpfen,
um auf dem Rad zu bleiben,
oder sind freiwillig abgestiegen.

Abgekämpft. Aber wir sind durch.
Und die Schilder beweisen wieder zweifelsfrei,
dass wir völlig richtig gefahren sind.

In Szentendre sieht es dann wieder ordentlich aus.

Google Maps zeigt hier den alten Stadtkern,
den wir mit unserem Lindwurm erobert haben.

Der Marktplatz kommt näher.

Auf dem Marktplatz.

Ein wenig beachtetes künstlerisches Angebot.

Eine Seitenstraße.

Die Kirche auf dem kleinen zentralen Hügel.

Schon beim Eintritt hat mir die Dame mit der roten Jacke
ein selbst gemaltes Pappschildchen mit der Aufschrift:
"Foto = 100 Forint" entgegen gehalten.
Ob sie dazu offiziell berufen war,
oder in Eigeninitiative die Touristen erleichtert hat,
entzieht sich meiner Kenntnis.

Ich habe ihr die umgerechnet 43 Eurocent gegeben
und sie war zufrieden.

Wann kann man schon mal einen Menschen
für so wenig Geld zufrieden stellen?

Vom Kirchplatz aus kann man unter anderem noch zwei weitere Kirchen sehen. Das ist nicht verwunderlich, denn Szentendre ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen, die sich dort auf der Flucht vor den Türken (ist aber schon eine Weile her) zusammen gefunden haben.

Den Besuch der anderen Kirchen haben wir uns,
bevor das ins Geld geht, erspart.

Das haben wir dann doch lieber
in lebenserhaltende Maßnahmen investiert.

Unser Gefährt habe ich mitten auf dem Weg abgestellt.
So konnte jeder nach Belieben links oder rechts vorbei.

Nur als die Polizei ausgerechnet da durch wollte,
habe ich es zwei Meter vor rollen lassen.

Die Polizisten haben es mit dankbarer Geste kommentiert.

Nochmals der Marktplatz.

O tempora, o mores.

Der Kutscher, den ich hier nur teilweise erwischt habe,
ist ein "alter Bekannter". Im September 2000 habe ich seine Dienste in Anspruch genommen.

Für 10 DM hat er drei Leute rund zwei Stunden lang
durch Szentendre gefahren
und alles ausführlich (auf Deutsch) erklärt.

Im September 2003 habe ich ihn nach dem Preis gefragt.
Da wollte er 20 Euro. Er hatte wohl 2 zu 1 umgestellt.

Allerdings galt sein neuer Preis pro Person.
Und die Rundfahrt sollte etwa eine Stunde dauern.
Die Erklärungen (auf Deutsch) wären aber gratis gewesen.

Offenbar hatte er inzwischen gelernt,
dass man durch Arbeit nicht reich werden kann.

Ich habe ihn jetzt vorsichtshalber nicht gefragt,
was ein Foto kostet.

Der Rückweg beginnt wieder sehr schön.

Er ist auch ganz eindeutig beschildert.
Da kann es gar keine Zweifel geben.

Trotzdem haben mich diese Radler nach dem Weg gefragt
und dann gewartet, bis sie sahen,
dass wir tatsächlich auch diesen Weg benutzen.

So misstrauisch können Radler sein.

Am Stadtrand wird's wieder gemütlich und gepflegt.

Das verleitet uns zu einem Abstecher ans Donauufer.

Schön ist es hier.

Und Schiffsverkehr gibt es auch zu sehen.
Vom Kanu ...

... bis zum Tragflächenboot.

Das bleibt mir natürlich nicht erspart,
ist aber auch keine große Mühe
und fast schon Routine.

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